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Rohde & Schwarz vereinfacht die Messung von Störabstrahlung bei LTE-Geräten erheblich

München, 30.01.2012 - Hersteller von Mobilfunkendgeräten messen die Störabstrahlung ihrer Geräte, um sicherzustellen, dass diese keine anderen Dienste stören. Bei LTE ist der klassische Messansatz, die leistungsstarken Mobilfunksignale herauszufiltern, extrem aufwändig. Denn LTE nutzt 258 Frequenz-Bandbreiten-Kombinationen. Mit der neuen Option R&S OSP-B155 bietet Rohde & Schwarz eine erheblich einfachere und zugleich preisgünstige Lösung.

Rohde & Schwarz setzt für die Messung der Störabstrahlung von LTE-Endgeräten auf einen komplett neuen Messansatz. Anwender können damit das Problem der zeitgleich gesendeten Ausgangsleistung von LTE leichter in den Griff bekommen. Die Lösung besteht aus der offenen Schalt- und Steuerplattform R&S OSP und der Option R&S OSP-B155. Sie kostet nicht mehr als ein herkömmlicher Aufbau mit Frequenzbandfiltern.

Standardisierungsgremien wie die ITU oder die europäische R&TTE schreiben für Mobilfunkendgeräte Testroutinen zur Messung der Störabstrahlung fest. Diese Tests führen Hersteller während der Entwicklung und bei der Endabnahme ihrer Produkte durch. Bei herkömmlichen Mobilfunktechniken ließ sich das leistungsstarke Mobilfunksignal für die Messung mit angemessenem Aufwand herausfiltern. LTE ist für insgesamt 43 Frequenzbänder definiert und sendet bei voller Leistung jeweils in sechs Bandbreiten. Die LTE-Signale komplett herauszufiltern, wäre deshalb extrem aufwändig und bedeutete einen Schaltschrank allein für die 258 Filter.

Die Lösung von Rohde & Schwarz beansprucht nur zwei Höheneinheiten im Schaltschrank. Das neue Einschubmodul R&S OSP-B155 verschiebt das komplette empfangene Signalspektrum für die Messung der Störabstrahlung in den optimalen Dynamikbereich des angeschlossenen EMV-Messempfängers. So kann der Empfänger das gesamte Signal ungefiltert analysieren. Entscheidend ist dabei die hohe Empfindlichkeit des Messempfängers. Nur so sind alle relevanten Nebenaussendungen erkennbar. Darüber hinaus benötigt er einen großen Dynamikbereich. Dadurch verhindert er, dass Spitzen aus dem Mobilfunksignal das Messergebnis verfälschen. Der EMV-Messempfänger R&S ESU bietet eine hohe Empfindlichkeit von typ.-155 dBm/Hz bei einem großen Dynamikbereich von 80 dB im relevanten Frequenzbereich. Damit ist er ideal für diese Messzwecke.

Die Option R&S OSP-B155 benötigt zwei freie Slots im R&S OSP. Sie ist konzipiert für die EMV-Messsoftware R&S EMC32 und den EMV-Messempfänger R&S ESU von Rohde & Schwarz. Zusammen mit dem Kommunikationstester R&S CMW500 für die LTE-Signalisierung ist eine nahtlose Integration gewährleistet, auch bei bestehenden Anwendungen.

Die neue Option R&S OSP-B155 zur Messung der Störabstrahlung bei LTE-Endgeräten ist ab sofort bei Rohde & Schwarz erhältlich.

Rohde & Schwarz

Der Elektronikkonzern Rohde & Schwarz ist ein führender Lösungsanbieter in den Arbeitsgebieten Messtechnik, Rundfunk, Überwachungs- und Ortungstechnik sowie sichere Kommunikation. Vor mehr als 75 Jahren gegründet ist das selbstständige Unternehmen mit seinen Dienstleistungen und einem engmaschigen Servicenetz in über 70 Ländern der Welt präsent. Rund 8.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010/2011 (Juli bis Juni) einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Der Firmensitz ist in Deutschland (München).

R&S ® ist eingetragenes Warenzeichen der Firma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG

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