Satellitennavigation
Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) senden Satellitensignale, die weltweit für die Positionsbestimmung und Navigation verwendet werden können. Das bekannteste ist das Global Positioning System (GPS), das von der US-Regierung betrieben wird. In Europa wird derzeit ein Navigationssystem namens Galileo aufgebaut. Ab 2011 soll es zur Verfügung stehen.
GNSS-Satelliten übermitteln exakte Positions- und Zeitangaben mit Hilfe von Funkwellen. Zur Positionsbestimmung müssen gleichzeitig die Signale von mindestens drei unabhängigen Satelliten empfangen werden und anhand dieser Signale kann der eigene Standort durch die Berechnung der Zeitabweichung sowie mit Hilfe von Triangulation bestätigt werden. Die Satelliten sind in niedrigen Erdumlaufbahnen stationiert, damit die Signale von Mobilgeräten empfangen werden können. Aus physikalischen Gründen sind sie wesentlich schneller als die Erdumdrehung. Daher werden Konstellationen von mindestens 24, besser jedoch 32 Satelliten benötigt, um an einem beliebigen Standort die Signale von mindestens drei, besser jedoch vier Satelliten gleichzeitig empfangen zu können.
Assisted GNSS (A-GPS und A-Galileo) ist eine zusätzliche Funktion, um Genauigkeit und Geschwindigkeit der Positionsbestimmung zu erhöhen. Hier wird der Standort durch einen GNSS-Empfänger in einer Basisstation eines Mobilfunksystems bestimmt und dann über einen Assistenzkanal zum Mobiltelefon weitergeleitet. So können Telefone schnell eine neue Position ermitteln, beispielsweise nach dem Einschalten eines Mobiltelefons bei Ankunft auf einem Flughafen.
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